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REVOLUTION! Am 7. Dezember heben wir alle unser Geld von den Banken ab!


Am 7. Dezember gehen wir alle unser Geld von den Banken abheben!
Alle sind herzlich eingeladen sich an diesen Bemühungen zu beteiligen.

(Quelle: http://www.facebook.com/event.php?eid=171582926191592)
Diese Veranstaltung wurde gestartet von http://principien.de/stopbanque/. Der Aufruf ist eine sinngemäße Übersetzung des französischen Originals (http://stopbanque.blogspot.com/) und ist der "offiziellen" deutschen StopBanque-Seite http://stopbanque.blogspot.de/ entnommen.

Eine Zwischenbilanz, einen Monat vor dem Tag X, gibt es hier:http://principien.de/stopbanque-zwischenbilanz/

Vorwort
Dieser Aufruf wurde aus dem Französischen übersetzt. Geringe sinngemäße inhaltliche Ergänzungen waren für den Lesefluss notwendig. Bis zur Existenz eines neu formulierten Aufrufes soll dieser hier als „Blaupause“ dienen. Kritik, Anregungen, Beschimpfungen und Lob halten wir aus. Diese Aktion ist nicht zementiert und beansprucht kein Recht auf absolute Richtigkeit. Sie ist ein lebendiger Prozess den seine Teilnehmer ausgestalten. Doch eines ist nach 2 Jahren des „Weiter so“ sicher! So wie jetzt kann es nicht mehr weiter gehen! Profiteure der Krise zur Kasse! Schluss mit Dumpinglöhnen und hin zu einer nachhaltigen Zukunftsgestaltung. Wenn wir nicht in naher Zukunft auch noch die letzten Lebensbereiche der Ökonomisierung des Kapitals unterwerfen wollen müssen wir jetzt Widerstand leisten! Dies soll durch diesen gewaltfreien, friedlichen, offenen Protest für möglichst viele Bürger nutzbar werden. Bürger die genauso wie viele in Europa mit den Zustand dieser abgehobenen Polit-und Wirtschaftskaste nicht mehr einverstanden sind.

Aufruf
Stopbanque ist ein Aufruf zum Europaweiten massiven Abzug aller Gelder von Banken und der Schliessung von Sparkonten.

Die Aktion Stopbanque hat in Frankreich bisher 13’100 Teilnehmer, und erwartet weitere 57’000.
Das ist die erste spontane Bürgerinitiative, um sich vor medialer und politischer Korruption zu schützen und uns aus der Sklaverei, die uns vom Grosskapital auferlegt wurde, zu befreien.

Unsere Aktion ist legal, friedlich, säkular, nicht politisch und nicht gewerkschaftlich organisiert.

Wir tun dies da Demonstrationen offensichtlich nichts mehr nützen, da die Elite uns nicht zuhört und die reale Macht sowieso in den Händen Internationaler Banken und Konzerne liegt.

Deshalb werden wir am 7. Dezember massenhaft unser Geld von den Banken abheben!

„Sie sind nur gross weil wir auf den Knien liegen.“

Gebt diese Botschaft weiter:

Wir sind das rechtmässige Volk und der Souverän dieser Nation. Wir haben wenige Mittel. Ohne Armee, ohne Polizei, ohne Gewalt, …IST DAS ENDE DIESES UNGERECHTEN SYSTEMS MÖGLICH!

Wir sind uns bewusst, das wir uns in Krisenzeiten mit hoher Arbeitslosigkeit befinden, und dass die Mehrheit pure Existenzangst beschäftigt, und das Gefühl sich breit macht keine „Mittel“ zu haben um etwas zu verändern. FALSCH! Dieser Ansatz des Protestes wird vor allem denen Gerecht die am meisten unter dieser Entwicklung leiden, oft aber keine Zeit haben sich zu engagieren.

Kleine Bäche machen grosse Flüsse!

Wir müssen soviel Druck aufbauen, damit Politiker merken, dass ihre Macht heute nur noch existiert, weil wir es dulden und ihnen „vertrauen“. Aber wir können die Spielregeln auch ändern!

Wenn diese Aktion gemeinsam und massiv stattfindet, können wir damit unsere abgehobenen Eliten zum Zittern bringen.

Eine Frage die öfters auftaucht ist: „Was machen wir wenn wir kein Geld haben was noch abzuheben wäre, oder wenn jemand gar kein Bankkonto besitzt?“

Hier ein Vorschlag zu einem Standardbrief für diejenigen die exponiert sind oder kein Bankkonto haben. Schickt oder bringt am 7. Dezember diesen Brief an einer oder mehreren Bankenfilialen vorbei.

Und diejenigen welche beschliessen die Finanzierung ihrer eigenen Sklaverei zu beenden, sollten diesen Brief am Ende der Abhebung ihres Geldes als Abschiedsbrief ihrem Sachbearbeiter übergeben.

„Liebe Bankerin, lieber Bankier,

Hiermit möchte ich ihnen zu verstehen geben, dass „wir“ wissen was Sie mit unserem Geld treiben.

Da wir seit geraumer Zeit wissen, dass ihre „Chefs“ die Weltpolitik beeinflussen, indem Geldmittel allein aus Kapitalistischem Interresse heraus gesteuert und gemeinsame Güter dadurch Korruption und Spekulation zum Opfer fallen, möchte ich hiermit kundtun mit ihrer Gesellschaftsschädigenden Geschäftspolitik nicht einverstanden zu sein.

Ich kann an dieser spontanen und friedlichen Bürgeraktion leider nicht teilnehmen um Ihnen meine Geldmittel zu entziehen. Trotzdem haben heute einige Bürger beschlossen durch den Rückzug der Barmittel, dem Schliessen ihre Giro- und Sparkonten in ihrem „Kreditinstitut“, ihr Schicksal nun in die eigene Hand zu nehmen. Denn wir wissen, Sie sind die Handlanger der staatenlosen und egoistischen Elite.

Dieser erste Akt im einzelnen wird vielleicht unbedeutend sein, aber er wird sich verstärken.

Ich als Bürger wünsche, dass Währungen nicht mehr weiter unter privater „Kontrolle“ stehen, sondern wieder auf den Souverän übertragen wird.

Vielen Dank für die Beachtung dieses Briefes.

Mit Freundlichen Grüssen, ein Bürger.
(und dann: unterschreiben! Steht jedem frei anonym zu bleiben).“



Diese Aktion findet statt: nicht gewerkschaftlich, kostenlos, legal, friedlich, entfernt von rassistischen Themen, ausserhalb der religiösen und philosophischen Überzeugungen der einzelnen Teilnehmer.

Gemeinsam sind wir unter dem Banner vereint!!!

BANK STOP!
INITIATIVE SPONTANE BÜRGER!

Für ein Lebenswertes Europa!



Wie funktioniert Geld? (Deutsch)

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Money as dept! Geld als Schuld! (deutsche Untertitel)


Creative Commons Lizenzvertrag
Wir werden belogen! von Chris Jacobs und Steve Smith steht unter einer Creative Commons Attribution-NoDerivs 3.0 Unported Lizenz.

Währungsfehler Nr. 7

Das Problem jeder Währungsgemeinschaft ist, dass sich in ihr die Länder wirtschaftlich ungleich entwickeln. Durch festgelegte Wechselkurse, können sich die Währungen nicht mehr über den Wechselkurs an diese Ungleichheiten anpassen ? es kommt zu immer mehr Spannungen. Diese Spannungen führen dann nach einiger Zeit zur Sprengung der Gemeinschaft und einer Krise. Dies war das Problem der Goldwährung, des Bretton Woods System, wie auch das des nächsten Fehlers: Dem Europäischen Währungssystem.

Diese Währungsfehler hatte ich Ihnen an dieser Stelle schon ausführlich vorgestellt. Aber nun komme ich auf einen ganz entscheidenden Punkt im Währungssystem: den festen Wechselkursen. Es ist ganz wichtig, das auch Sie sich darüber im Klaren sind, warum feste Wechselkurse immer zu einer Krise führen müssen.

Was oft übersehen wird, ist die Tatsache, dass die Länder weltweit und innerhalb Europas völlig unterschiedliche Gegebenheiten wie die Strukturierung der Wirtschaft (mehr landwirtschaftlich oder mehr industriell), Klima (kalt, gemäßigt oder heiß) und auch die Einstellung zur Arbeit (mehr oder weniger z.B. zu Streiks neigend) aufweisen. Ein eigener Währungsraum hat nun die Aufgabe jedes dieser unterschiedlichen Gebiete wirtschaftlich zu stabilisieren.

Der Ausgleichsfaktor oder Währungspuffer ist der freie Wechselkurs. Der Wechselkurs macht eine Aussage darüber, wie viel Geldeinheiten des einen Staates aufgebracht werden müssen, um eine Geldeinheit eines anderen Währungsraumes zu erhalten. Es wird also damit ausgedrückt, wie viele Euro beispielsweise jemand für einen Dollar bezahlen muss, wenn er Euro in US-Dollar tauschen möchte. Man unterscheidet hier zwischen einem flexiblen und festen Wechselkurs. Wird der Währungspuffer oder sogar das eigenständige Zahlungsmittel eines Staates beseitigt, so hat dies, fatale Auswirkungen auf die künftige Entwicklung des Landes. Grundsätzlich lassen sich hier drei Währungsmodelle zwischen den Staaten aufzählen:

Flexible Wechselkurse
Feste Wechselkurse
Einheitswährung (Euro, Goldwährung)

Die Einheitswährung ist dabei die noch schärfere Form eines Systems, welches auf festen Wechselkursen basiert. Wobei das Funktionieren einer Einheitswährung wie dem Euro erst einmal das Funktionieren von festen Wechselkursen bedingt, wie wir noch sehen werden.

In der nächsten Folge klären wir die Funktion von Wechselkursen auf die Wirtschaft unterschiedlich strukturierter Staaten.

Quelle:

Währungsfehler Nr. 6: Das Europäische Währungssystem

Bei den Währungsfehlern in der Geschichte habe ich mich zuletzt um das Bretton-Woods-Abkommen gekümmert.

Doch auch in Europa hat es schon weit vor der Euro-Einführung zahlreiche Fehler gegeben. Die möchte ich Ihnen in der nächsten kleinen Serie vorstellen.

Ende der sechziger Jahre wurde eine europäische Zollunion vereinbart und 1969 beschlossen, die Gemeinschaft zu einer Wirtschafts- und Währungsunion weiterzuentwickeln.

1972 wurde die sogenannte Währungsschlange eingeführt, in der sich die teilnehmenden Länder dazu verpflichteten, die Währungen nicht mehr als 4,5% schwanken zu lassen.

Durch die Ölkrise und den fallenden Dollar kam jedoch diese Währungsschlange schnell in Schwierigkeiten.

(Quelle: Hanich Finanzdienstleistung)

Da Europa sehr inhomogen ist, wirkten sich diese äußeren Probleme sehr unterschiedlich auf die Länder aus. Frankreich war deshalb dazu gezwungen, die Währungsschlange 1974 und 1976 zu verlassen. 1976 kam es dann zu einer allgemeinen Abwertung der Währungen der Beneluxstaaten und Skandinaviens gegenüber der D-Mark, was eine längere Phase ständiger Anpassungen bewirkte.

Als Nachfolgemodell wurde 1978 das Europäische Währungssystem (EWS) beschlossen und 1979 umgesetzt. Das EWS verpflichtete die teilnehmenden Länder dazu, zu intervenieren, wenn die Währungen mehr als 2,25% auf- oder abwerten sollten. Als Recheneinheit wurde der ECU (European Currency Unit) begründet. Je nach Stärke eines Landes hatte es entsprechende Anteile am ECU. Aus dem ECU Leitkurs konnten dann alle Wechselkurse zu anderen Ländern berechnet werden. In den ersten vier Jahren wurden die Währungen im Schnitt alle 8 Monate neu angepasst.

Zwischen 1983 und 1987 ging die Notwendigkeit von Anpassungen zurück, wobei die Inhomogenität der unterschiedlichen Wirtschaftsräume von 1987 bis 1992 wieder stark zunahm. Da die D-Mark zur Leitwährung wurde, mussten sich alle anderen Länder nach dieser richten und entsprechend ihre Wirtschaft anpassen, was mit wachsenden politischen Schwierigkeiten verbunden war. Es kam dann zu wachsenden Spannungen, welche auch durch den Beitritt von Großbritannien, Spanien und Portugal verursacht wurde, die große Handelsbilanzdefizite und Inflationsraten aufwiesen.

Schon daran erkennen Sie, dass das Ziel einer gemeinsamen europäischen Währungsunion eigentlich von Anfang an zum Scheitern verurteilt war. Welche Folgen die deutsche Einheit auf den weiteren Prozess hatte, erfahren Sie in der nächsten Folge.

Bretton Woods und die Folgen-Aus der Serie Währungsfehler

Leider hatte man auch keine Lehren aus dem Scheitern des zweiten Goldstandards und der daraus folgenden Weltwirtschaftskrise gezogen und versuchte ein drittes Mal eine Inflation durch goldgedecktes Geld auszuschließen.


Ein neues Nachkriegsfinanzsystem wurde offiziell am 22.7.1944 im amerikanischen Ort Bretton Woods beschlossen. Dabei ging man davon aus, dass sowohl ein Finanzsystem mit einem strengen Goldstandard, als auch flexible Wechselkurse instabil wäre.

Die Verhandlungen wurden von den USA dominiert. Eine wichtige Person bei den Verhandlungen war der britische Ökonom John Mayard Keynes, der vorschlug, Puffer aus internationalen Reserven zu schaffen, um Länder gegen externe Schocks zu schützen. Sein Gegenspieler der amerikanische Ökonom White war gegen Keynes Plan und forderte in erster Linie feste Wechselkurse.

Am Ende kam es zu diesen festen Wechselkursen. Dabei legten alle Mitgliedsstaaten ihre Währung in Gold bzw. in Dollar mit dem Goldgehalt von 1944 fest und waren dazu verpflichtet, den Wechselkurs zum US-Dollar mit +/- 1 Prozent konstant zu halten.

Durch dieses System wurde der Dollar zur Weltleitwährung, da er nach der Definition von Bretton Woods jederzeit in Gold wechselbar war. Damit war der US-Dollar an das Gold gekoppelt und die anderen Währungen an den US-Dollar. Das amerikanische Finanzministerium war dazu verpflichtet, jederzeit zu einem Kurs von 35$ Gold an ausländische Zentralbanken zu verkaufen und zu kaufen.

Die Währungen sollten frei konvertierbar sein, deshalb musste jede Notenbank um die festen Wechselkurse aufrechtzuerhalten über ausreichende Währungsreserven verfügen.

Zu diesem System gehörte auch der IWF, der im gleichen Jahr gegründet wurde. Dessen Aufgabe bestand darin, bei Zahlungsbilanzproblemen durch die festgelegten Wechselkurse einzugreifen. Dafür wurden Quoten eingerichtet, die jedes Land als Leistung an den IWF zu zahlen hatte.

Diese richteten sich nach der Wirtschaftsstärke des Landes. Hilfskredite waren auf 400 - 500% der jeweiligen Quote limitiert. Bei Überschreitung des Kreditvolumens sollte der IWF auch Sanktionsmaßnahmen verhängen dürfen.

Welche Probleme sich aus dem neuen Goldstandard ergaben, lesen Sie in der nächsten Folge dieser Serie.

Ein bedenklicher Leserbrief an Hartgeld.com

Neu 2010-05-15:

[19:30] Leserzuschrift - DVD-Angebot in DM auf 3sat:

heute nachmittag in der Sendung "quer" (3sat):
Eine minutenlange Einstellung einer DVD die zum Kauf angepriesen wurde für "20.01 DM" !!!
Darunter der Vermerk: "Zahlung in Euro unerwünscht" !!!

Leider weiß ich nicht mehr genau worum es bei dem Angebot ging, und hatte auch LEIDER KEINE Kamera parat um das festzuhalten
Die Sendung war eine Wiederholung vom 6. Mai - wer hat das evtl. noch gesehen ? KEIN "Fake" !!!

Finden Sie das alles noch normal?

In der Nacht von Sonntag zu Montag legte die Europäische Union (EU) in Kooperation mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) ein gigantisches, 750-Mrd. Euro schweres, Rettungspaket für den Euro auf. Dies ist die Bilanz 4 Tage später (in Klammern jeweils der Schlusskurs vom letzten Freitag, also vor Auflage des Rettungspakets):

Euro/USD aktuell: 1,2440 (1,2728) -2,3%

Gold in USD je Feinunze: 1.240 (1.202) +3,2%

Gold in Euro je Feinunze: 990 (949) +4,3%

DAX: 6.214 (5.715) +8,7%

MDAX: 8.460 (7.636) +10,8%

Euro STOXX50: 2.764 (2.500) +10,6%

Dow Jones Industrial Average: 10.782 (10.380) +3,9%

VDAX: 19,82 (33,35)

VIX (US-Volatilitätsindex): 24,93 (38,44)

Also alles wieder "in Butter"?

Die Politik hat ihr Ziel verfehlt

Wohl kaum. Das eigentliche Ziel der Politik, den Euro zu stabilisieren, ist vollkommen missglückt: Gerade einmal bis 10 Uhr und 1,3095 währte am vergangenen Montag die "Euro-Freude" über das Rettungspaket. Seither befindet er sich schon wieder im Rückwärtsgang. Heute Vormittag ist der Euro gegenüber dem USD auf ein neues Tief gefallen. Während ich diese Zeilen schreibe, markiert der Euro mit 1,2440 ein neues Tief in der seit Dezember anhaltenden Talfahrt (bisheriges Tief: 1,2517 am 6. Mai).

Schauen wir auf weitere Anlageklassen: Der Goldpreis in USD je Feinunze kletterte nur 1 Tag später, am Dienstag, auf ein neues historisches Hoch und notiert mittlerweile rund 28 USD darüber.

Für Euro-Anleger waren Gold-Investments noch profitabler: Der Goldpreis in Euro je Feinunze schwingt sich ohnehin schon seit Wochen von einem historischen Hoch zum nächsten auf.

Und die Aktien? Die Zuwächse an der Wallstreet mit durchschnittlich +4,0% bis +5,0% kann man im Vergleich zu den in Europa erzielten Gewinnen von +9,0% bis +11,0% noch als vergleichsweise moderat bezeichnen.

Die Volatilität im DAX, vor Wochenfrist noch auf Crash-Kurs, hat sich binnen 4 Tagen wieder nahezu halbiert. In den USA hat sich die Volatilität auch wieder zurückgebildet, allerdings nicht ganz so heftig. Und sie bewegt sich noch immer in der Crash-Zone.

Irrationale Bewegungen! . . .

Finden Sie das alles noch normal?

Fassen wir noch einmal zusammen: Ein Euro-Rettungspaket, das nur die Aktienkurse stabilisiert, aber nicht sein eigentliches Ziel, den Euro. Ein Goldpreis, der TROTZ Rettungspaket auf neue historische Hochs klettert. Eine Volatilität, die sich innerhalb von 2 Wochen erst knapp verdoppelt und sich anschließend innerhalb von 4 Tagen wieder fast halbiert. Und Aktienkurse, die innerhalb von 2 Wochen nahezu sämtliche in zuvor 2 Monaten aufgebauten Gewinne abgeben, um diese dann innerhalb von nur 4 (!) Tagen praktisch wieder aufzuholen.

Sagen Sie mir bitte, dass das alles völlig normal ist!

Die Rolle der Banken

Ich ahne mittlerweile, wer hinter all diesen, zum Großteil, völlig irrationalen Bewegungen steht: Es sind die Handlanger der Notenbanken, die Banken, die üblichen Verdächtigen.

Vor 2 Tagen bestätigte die Bank of America (BoA) eine einzigartige Erfolgsbilanz, die zuvor schon die US-Investmentbanken J.P. Morgan Chase und Goldman Sachs gemeldet hatten: Im ganzen 1. Quartal hatten diese 3 Bank-Giganten nicht einen einzigen Tag mit einem Nettoverlust im Eigenhandel! Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen!

Bleiben wir einmal bei der BoA: Für das 1. Quartal meldete die Bank einen Nettogewinn von 3,2 Mrd. USD. Das entspricht exakt dem, was die BoA mit dem Trading (Global Banking & Markets) verdient hat. Das eigentliche Bankgeschäft war hingegen ein Nullsummenspiel: Das im Hypothekengeschäft eingefahrene Minus von -2,07 Mrd. USD wurde mit viel Mühe durch Gewinne in den anderen Banksparten ausgeglichen.

Anders ausgedrückt: Ohne ihren Eigenhandel hätte die BoA im 1. Quartal KEIN GELD VERDIENT!

US-Banken verdienen wieder fast so gut wie vor der Finanzkrise

Das wirklich Perverse daran ist jedoch, dass sich die US-Banken bei ihrer Notenbank, dank eines Leitzinses von 0% bis 0,5% quasi kostenlos Geld leihen kann, um damit auf's Wildeste zu spekulieren. Noch infamer wird es, wenn ich Ihnen sage, dass dieselben Investmentbanken, die noch vor 2 Jahren mit Steuergeldern vor dem sicheren Bankrott gerettet werden mussten, inzwischen bereits wieder 28% des von allen US-Unternehmen insgesamt erzielten Gewinns beisteuern.

In der letzten Phase des "billigen Geldes" lag dieser Gewinnanteil in der Spitze bei 34%. Ich darf daran erinnern, dass genau diese Banken seinerzeit durch ihre völlig abgehobene Zockerei hauptverantwortlich für die Finanzkrise waren, in die wir geschlittert sind. Und ich darf daran erinnern, dass diese Banken, die vor 2 Jahren schon "too big to fail" waren (zu groß, um sie fallen zu lassen), inzwischen noch größer geworden sind: J.P. Morgan hat Bear Stearns und Washington Mutual übernommen, BoA hat sich Merrill Lynch und Countrywide Financial einverleibt, Wells Fargo übernahm Wachovia usw.

Das ist doch alles nicht mehr normal. . .

Finden Sie das alles noch normal? Wenn die wahren Verursacher der Krise jetzt von den Folgen dieser Krise profitieren wie kein anderes Unternehmen? Wenn diese Banken ihre Gewinne nicht mehr mit dem verdienen, was eigentlich ihr Zweck ist, nämlich dem Bankgeschäft, also der Hereinnahme von Spareinlagen und der Herausgabe von Krediten?

Insbesondere die Aktien- und Anleihemärkte bewegen sich seit gut 1 Jahr in einer zumeist völlig irrationalen Art und Weise - woran das wohl liegen mag?

Die Folgen der Währungsreform (Ein weiterer Währungsfehler)

Die Grundlage für den Lastenausgleich war ein Gesetz, das unter dem Namen "Soforthilfegesetz" in Deutschland bekannt wurde und im August 1949 in Kraft trat. Die Hilfe kam nur denjenigen zugute, die durch den Krieg materiellen Schaden erlitten hatten, und bestand aus einer monatlichen Unterhaltshilfe von 70 Mark. Diese mit Rechtsanspruch ausgestattete Rente war nicht höher als Leistungen, die bis dahin an die Vertriebenen ausgezahlt worden waren.

Bezahlen mussten diese Maßnahme die Grund- und Immobilienbesitzer, die durch zwei- bis dreiprozentige Vermögensabgaben und eine Hypotheken-Gewinn-Abgabe belastet wurden. Vertriebene bekamen von dem Betrag für ihren nachgewiesenen Schadensbetrag eine umgekehrt proportionale Entschädigung, gestaffelt von 95 Prozent (für Schäden unter 5.000 Reichsmark) bis 6,5 Prozent (für Schäden über eine Million Reichsmark). Die Beträge des Lastenausgleichs beliefen sich von 1949 bis 1991 auf insgesamt 121,2 Mrd. Mark - umgerechnet knapp 62 Mrd. Euro.

Bedeutung für die heutige Zeit

Aus der Währungsreform von 1948 können wichtige Schlussfolgerungen gezogen werden. So wurde die Reform heimlich vorbereitet, es gab keine öffentliche Ankündigung dafür. Geldvermögen wurden 1:10 abgewertet, wobei Bargeldbesitz deutlich günstigere Umtauschsätze erzielte als Vermögen auf Bankkonten. Bargeld wurde sofort umgewechselt, Guthaben erst nach langer Zeit - und zudem mit vielen Nachweispflichten.

Sehr ungünstig erwiesen sich Wertpapiere wie Anleihen, da diese schnell völlig wertlos wurden. Immobilienbesitzer gehörten hingegen zu den Gewinnern. Allerdings wurden diese durch den Lastenausgleich mit einer Vermögensabgabe belastet. Der Besitz von Edelmetall (soweit nicht verboten) konnte ebenfalls vorteilhaft sein.

Gewinner waren jedoch vor allem auch die Unternehmer, da sie sofort von der hohen Nachfrage nach dem verlorenen Krieg profitieren konnten. Wer eine breite Streuung des Vermögens vorgenommen hatte, die auch Fremdwährungen mit einschloss, kam sicher am besten aus der Krise. Arbeiter und Angestellte blieben auf der Strecke.

Viele meinten damals, dass die Währungsreform die Letzte sein würde. Doch es gab noch weitere Währungsfehler, die sogar schon während des Zweiten Weltkriegs beschlossen wurden. Welche das genau waren, erläutere ich Ihnen in weiteren Ausgaben der Serie: "Währungsfehler".

Die großen Währungsfehler der Geschichte

Nach dem 2. Weltkrieg war die Wirtschaft in Deutschland weitgehend zerstört. Das Geld hatte seinen Wert durch Inflation und Kriegszerstörung verloren.

Deshalb waren die Preise größtenteils staatlich festgelegt. Weil sich die Produktion unter diesen restriktiven Bedingungen nicht lohnte, reduzierte sich das Angebot weiter und es bildete sich ein Schwarzmarkt mit hohen Preisen heraus.

Unter der Führung der USA entschlossen sich die Westmächte, im Westsektor eine neue Währung zu begründen, die wieder die Tauschmittelfunktion übernehmen könnte.

Erstaunlich war, dass die neuen Geldscheine ab November 1947 nicht in Europa, sondern in den USA gedruckt und vom 11. Bis 15. Juni 1948 heimlich auf die elf deutschen Landeszentralbanken verteilt wurden.

Wichtig zu wissen ist an dieser Stelle auch, dass schon 1946 dieses Programm beschlossen und ein Abwertungsverhältnis von 10:1, gekoppelt mit einem Lastenausgleich, festgelegt wurde.

Der Lastenausgleich sollte durch Zwangshypotheken und Kapitalabgaben derjenigen finanziert werden, die ohne Verlust von Sachbesitz den Krieg überstanden hatten.

Das heißt, dass sowohl Geld- als auch Immobilienbesitz von Verlusten betroffen waren. Die Aktion verlief weitgehend im Geheimen, da erst am Abend des 18. Juni 1948 die Einzelheiten des Geldumtausches bekanntgegeben wurden.

Es bestand also keine Möglichkeit für die Sparer, sich auf den Währungsschnitt einzustellen.

Ab dem 20. Juni 1948 war die Reichsmark plötzlich ungültig, womit auch alle Schulden des Reiches erloschen. Die Anleger, die ihr Vermögen dem Staat anvertraut hatten, mussten deshalb kräftige Verluste verbuchen.

Hierbei zeigte sich der Nachteil von Geldforderungen gegenüber Bargeld, da dieses deutlich leichter und zu besseren Konditionen umgetauscht werden konnte. 60 D-Mark wurden für jeden Einwohner im Austausch gegen 60 Reichsmark abgegeben.

Bemerkenswert war dabei, dass das Kleingeld, auf ein Zehntel seines Nennwertes herabgesetzt, im Umlauf blieb. Letztlich wurden, inklusive des Buchgeld-Umtauschs, 100 Reichsmarken gegen 6,50 D-Mark eingetauscht.

Bankguthaben wurden allerdings nur zögerlich eingewechselt, da derjenige, der mehr als 5.000 Mark anmeldete, eine Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Finanzamt brauchte und dazu Einkommensnachweise und Steuererklärungen vorlegen musste.

Der Betrag wurde selbst dann nicht vollständig umgewechselt und ausgegeben, sondern landete auf einem Sperrkonto. Am Ende wurden dann aus 100 Reichsmark Bankguthaben nur noch 65 D-Mark.

Buchgeld bedeutete also selbst in Erwartung eines Währungsschnitts gegenüber dem Bargeld einen großen Nachteil. Renten, Lohn- und Mietforderungen wurden 1:1 umgestellt.

Im zweiten Teil zur Währungsreform 1948 geht es dann um die praktischen Auswirkungen der Reform auf den Handel.