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REVOLUTION! Am 7. Dezember heben wir alle unser Geld von den Banken ab!


Am 7. Dezember gehen wir alle unser Geld von den Banken abheben!
Alle sind herzlich eingeladen sich an diesen Bemühungen zu beteiligen.

(Quelle: http://www.facebook.com/event.php?eid=171582926191592)
Diese Veranstaltung wurde gestartet von http://principien.de/stopbanque/. Der Aufruf ist eine sinngemäße Übersetzung des französischen Originals (http://stopbanque.blogspot.com/) und ist der "offiziellen" deutschen StopBanque-Seite http://stopbanque.blogspot.de/ entnommen.

Eine Zwischenbilanz, einen Monat vor dem Tag X, gibt es hier:http://principien.de/stopbanque-zwischenbilanz/

Vorwort
Dieser Aufruf wurde aus dem Französischen übersetzt. Geringe sinngemäße inhaltliche Ergänzungen waren für den Lesefluss notwendig. Bis zur Existenz eines neu formulierten Aufrufes soll dieser hier als „Blaupause“ dienen. Kritik, Anregungen, Beschimpfungen und Lob halten wir aus. Diese Aktion ist nicht zementiert und beansprucht kein Recht auf absolute Richtigkeit. Sie ist ein lebendiger Prozess den seine Teilnehmer ausgestalten. Doch eines ist nach 2 Jahren des „Weiter so“ sicher! So wie jetzt kann es nicht mehr weiter gehen! Profiteure der Krise zur Kasse! Schluss mit Dumpinglöhnen und hin zu einer nachhaltigen Zukunftsgestaltung. Wenn wir nicht in naher Zukunft auch noch die letzten Lebensbereiche der Ökonomisierung des Kapitals unterwerfen wollen müssen wir jetzt Widerstand leisten! Dies soll durch diesen gewaltfreien, friedlichen, offenen Protest für möglichst viele Bürger nutzbar werden. Bürger die genauso wie viele in Europa mit den Zustand dieser abgehobenen Polit-und Wirtschaftskaste nicht mehr einverstanden sind.

Aufruf
Stopbanque ist ein Aufruf zum Europaweiten massiven Abzug aller Gelder von Banken und der Schliessung von Sparkonten.

Die Aktion Stopbanque hat in Frankreich bisher 13’100 Teilnehmer, und erwartet weitere 57’000.
Das ist die erste spontane Bürgerinitiative, um sich vor medialer und politischer Korruption zu schützen und uns aus der Sklaverei, die uns vom Grosskapital auferlegt wurde, zu befreien.

Unsere Aktion ist legal, friedlich, säkular, nicht politisch und nicht gewerkschaftlich organisiert.

Wir tun dies da Demonstrationen offensichtlich nichts mehr nützen, da die Elite uns nicht zuhört und die reale Macht sowieso in den Händen Internationaler Banken und Konzerne liegt.

Deshalb werden wir am 7. Dezember massenhaft unser Geld von den Banken abheben!

„Sie sind nur gross weil wir auf den Knien liegen.“

Gebt diese Botschaft weiter:

Wir sind das rechtmässige Volk und der Souverän dieser Nation. Wir haben wenige Mittel. Ohne Armee, ohne Polizei, ohne Gewalt, …IST DAS ENDE DIESES UNGERECHTEN SYSTEMS MÖGLICH!

Wir sind uns bewusst, das wir uns in Krisenzeiten mit hoher Arbeitslosigkeit befinden, und dass die Mehrheit pure Existenzangst beschäftigt, und das Gefühl sich breit macht keine „Mittel“ zu haben um etwas zu verändern. FALSCH! Dieser Ansatz des Protestes wird vor allem denen Gerecht die am meisten unter dieser Entwicklung leiden, oft aber keine Zeit haben sich zu engagieren.

Kleine Bäche machen grosse Flüsse!

Wir müssen soviel Druck aufbauen, damit Politiker merken, dass ihre Macht heute nur noch existiert, weil wir es dulden und ihnen „vertrauen“. Aber wir können die Spielregeln auch ändern!

Wenn diese Aktion gemeinsam und massiv stattfindet, können wir damit unsere abgehobenen Eliten zum Zittern bringen.

Eine Frage die öfters auftaucht ist: „Was machen wir wenn wir kein Geld haben was noch abzuheben wäre, oder wenn jemand gar kein Bankkonto besitzt?“

Hier ein Vorschlag zu einem Standardbrief für diejenigen die exponiert sind oder kein Bankkonto haben. Schickt oder bringt am 7. Dezember diesen Brief an einer oder mehreren Bankenfilialen vorbei.

Und diejenigen welche beschliessen die Finanzierung ihrer eigenen Sklaverei zu beenden, sollten diesen Brief am Ende der Abhebung ihres Geldes als Abschiedsbrief ihrem Sachbearbeiter übergeben.

„Liebe Bankerin, lieber Bankier,

Hiermit möchte ich ihnen zu verstehen geben, dass „wir“ wissen was Sie mit unserem Geld treiben.

Da wir seit geraumer Zeit wissen, dass ihre „Chefs“ die Weltpolitik beeinflussen, indem Geldmittel allein aus Kapitalistischem Interresse heraus gesteuert und gemeinsame Güter dadurch Korruption und Spekulation zum Opfer fallen, möchte ich hiermit kundtun mit ihrer Gesellschaftsschädigenden Geschäftspolitik nicht einverstanden zu sein.

Ich kann an dieser spontanen und friedlichen Bürgeraktion leider nicht teilnehmen um Ihnen meine Geldmittel zu entziehen. Trotzdem haben heute einige Bürger beschlossen durch den Rückzug der Barmittel, dem Schliessen ihre Giro- und Sparkonten in ihrem „Kreditinstitut“, ihr Schicksal nun in die eigene Hand zu nehmen. Denn wir wissen, Sie sind die Handlanger der staatenlosen und egoistischen Elite.

Dieser erste Akt im einzelnen wird vielleicht unbedeutend sein, aber er wird sich verstärken.

Ich als Bürger wünsche, dass Währungen nicht mehr weiter unter privater „Kontrolle“ stehen, sondern wieder auf den Souverän übertragen wird.

Vielen Dank für die Beachtung dieses Briefes.

Mit Freundlichen Grüssen, ein Bürger.
(und dann: unterschreiben! Steht jedem frei anonym zu bleiben).“



Diese Aktion findet statt: nicht gewerkschaftlich, kostenlos, legal, friedlich, entfernt von rassistischen Themen, ausserhalb der religiösen und philosophischen Überzeugungen der einzelnen Teilnehmer.

Gemeinsam sind wir unter dem Banner vereint!!!

BANK STOP!
INITIATIVE SPONTANE BÜRGER!

Für ein Lebenswertes Europa!



Wie funktioniert Geld? (Deutsch)

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Money as dept! Geld als Schuld! (deutsche Untertitel)


Creative Commons Lizenzvertrag
Wir werden belogen! von Chris Jacobs und Steve Smith steht unter einer Creative Commons Attribution-NoDerivs 3.0 Unported Lizenz.

Neues Projekt auf "Allesluege.at.vu" gestartet - Aufruf zum mitmachen

Hallo ihr Lieben,

der Winter kommt und es wird kalt! Im Oktober hat es schon an die 5 Grad C und es liegt Schnee bis auf 600 Meter in vielen Regionen Europas. Schnell in die warme Jacke Handschuhe an und Haube auf, damit wir uns nicht erkälten. Weiter geht´s ins vorgeheizte Auto, die Heizung zu Hause läuft natürlich auch, damit wir nicht frieren, wenn wir am Abend heim kommen......

Leider können sich so einen Luxus viele Leute nicht leisten. Manche haben nicht mal ein Dach übern Kopf und kämpfen täglich ums Überleben. ...

Hier klicken und alles über unser neues Projekt:"Schau nicht weg!!!" lesen!

Währungsfehler Nr. 7

Das Problem jeder Währungsgemeinschaft ist, dass sich in ihr die Länder wirtschaftlich ungleich entwickeln. Durch festgelegte Wechselkurse, können sich die Währungen nicht mehr über den Wechselkurs an diese Ungleichheiten anpassen ? es kommt zu immer mehr Spannungen. Diese Spannungen führen dann nach einiger Zeit zur Sprengung der Gemeinschaft und einer Krise. Dies war das Problem der Goldwährung, des Bretton Woods System, wie auch das des nächsten Fehlers: Dem Europäischen Währungssystem.

Diese Währungsfehler hatte ich Ihnen an dieser Stelle schon ausführlich vorgestellt. Aber nun komme ich auf einen ganz entscheidenden Punkt im Währungssystem: den festen Wechselkursen. Es ist ganz wichtig, das auch Sie sich darüber im Klaren sind, warum feste Wechselkurse immer zu einer Krise führen müssen.

Was oft übersehen wird, ist die Tatsache, dass die Länder weltweit und innerhalb Europas völlig unterschiedliche Gegebenheiten wie die Strukturierung der Wirtschaft (mehr landwirtschaftlich oder mehr industriell), Klima (kalt, gemäßigt oder heiß) und auch die Einstellung zur Arbeit (mehr oder weniger z.B. zu Streiks neigend) aufweisen. Ein eigener Währungsraum hat nun die Aufgabe jedes dieser unterschiedlichen Gebiete wirtschaftlich zu stabilisieren.

Der Ausgleichsfaktor oder Währungspuffer ist der freie Wechselkurs. Der Wechselkurs macht eine Aussage darüber, wie viel Geldeinheiten des einen Staates aufgebracht werden müssen, um eine Geldeinheit eines anderen Währungsraumes zu erhalten. Es wird also damit ausgedrückt, wie viele Euro beispielsweise jemand für einen Dollar bezahlen muss, wenn er Euro in US-Dollar tauschen möchte. Man unterscheidet hier zwischen einem flexiblen und festen Wechselkurs. Wird der Währungspuffer oder sogar das eigenständige Zahlungsmittel eines Staates beseitigt, so hat dies, fatale Auswirkungen auf die künftige Entwicklung des Landes. Grundsätzlich lassen sich hier drei Währungsmodelle zwischen den Staaten aufzählen:

Flexible Wechselkurse
Feste Wechselkurse
Einheitswährung (Euro, Goldwährung)

Die Einheitswährung ist dabei die noch schärfere Form eines Systems, welches auf festen Wechselkursen basiert. Wobei das Funktionieren einer Einheitswährung wie dem Euro erst einmal das Funktionieren von festen Wechselkursen bedingt, wie wir noch sehen werden.

In der nächsten Folge klären wir die Funktion von Wechselkursen auf die Wirtschaft unterschiedlich strukturierter Staaten.

Quelle:

Wirtschaftskrise vorbei!-Aufschwung? Oder, die Ruhe vor dem Sturm

Es sieht so aus als sei die Weltwirtschaftskrise vorbei. Die Zeichen stehen auf Aufschwung. Arbeitsplätze werden wieder angeboten und die Geschäfte sind wieder voller Kauflustiger Kunden.
Doch der Schein trügt. Wie die Krise in den 30er Jahren zeigte, gab es nach einen kurzen, aber heftigen Aufschwung den Totalcrash. Es wurde noch schlimmer als zuvor.

Warum ist das so?

„Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar schon morgen früh.“

Henry Ford (1863-1947)

Geld, kaum ein Produkt wird so oft verwendet! Jeden Tag geht es von Hand zu Hand! Kleine oder große Konsumgegenstände werden gekauft!

Doch woher kommt Geld eigentlich? Wer macht es? Und wieso scheint es, ist immer viel zu wenig davon vorhanden? Die meisten Menschen wissen wenig über die Geldschaffung und das Geldsystem, wird darüber doch in der Schule nichts gelehrt. In den Medien wird dazu auch nichts erwähnt, selbst in Zeiten der Finanzkrisen wird über das Geldsystem an sich und die Geldproduktion beharrlich geschwiegen! Ist Geld nicht wichtig genug das jedermann darüber Bescheid weiß? Jeder sollte wissen wo Geld herkommt, und welche Prozesse damit verbunden sind!

Der berühmte Wirtschaftswissenschaftler Silvio Gesell sagte einmal:

Unser Geld bedingt den Kapitalismus, den Zins, die Massenarmut, die Revolte und schließlich den Bürgerkrieg, der zur Barbarei zurückführt. … Wer es vorzieht, seinen eigenen Kopf etwas anzustrengen statt fremde Köpfe einzuschlagen, der studiere das Geldwesen.

Silvio Gesell

Die Prinzipien nach denen die Geldschaffung funktioniert sind einfach. Viele Menschen denken Geld wird vom Staat gedruckt und der verteilt dieses nach Belieben! Das ist falsch! Geldschaffung liegt vor allem in Händen privater Banken. Das heißt Politiker machen vielleicht die Regeln nach denen ein Staat funktionieren sollte. Aber die Kontrolle über Geld, Inflation und Deflation ist ihnen entzogen.

Geld entsteht nur dann wenn ein Kredit aufgenommen wird. Die Geschäftsbanken vergeben Kredite an andere Banken oder Privatkunden, so können aus einem geringen Eigenkapital das zwischen 0,5% und 10% schwanken kann (wird von der zuständigen Zentralbank vorgeschrieben) 100% Kredit verliehen werden. Im Falle von 0,5% wird das Geld ver200facht. Auf diese verliehene Summe werden Zinsen veranschlagt(z.B. 5%) die ebenso wie der geliehene Betrag zurückgezahlt werden müssen! Durch die Rückzahlung wird die geliehene Summe getilgt also (angeblich) vernichtet wobei die Zinsen direkt in Tasche der Banken fließen! Alles Geld das im Umlauf ist wird irgendjemanden geschuldet. Das Problem in diesem Prozess ist, woher kommt das Geld für die zu zahlenden Zinsen?

Wenn alles Geld aus geschuldeten Krediten besteht, woher kommt dann das Geld um die zusätzlichen Zinsen zu bezahlen? Das Geld kann nur von neuerlichen Krediten kommen die wiederum jemand von einer Bank bekommen hat. Durch Wachstum kann dieses System eine Zeitlang aufrechterhalten werden. Wobei Menschen gegeneinander kapitalistisch um jeden Cent kämpfen um ihre Schulden zu bezahlen. Da aber immer mehr Schuld als Geld vorhanden ist bleibt immer einer auf der Strecke. Das geht immer so weiter.

Diejenigen die am meisten in so einem System profitieren sind die Banken bzw. die Anteilseigner der Banken wer immer diese auch sind, in dem sie aus nicht vorhandenem Geld noch mehr Geld machen das in ihre Taschen wandert.

Früher oder später muss das System jedoch kollabieren wenn das Wachstum nicht mehr mithält und die Schulden explodieren.

Die Problematik des Zinses und des Zinseszinses ist lange bekannt, so war Zinsnahme in allen 3 monotheistischen Religionen nicht ohne Grund verboten. Bekannt ist auch das Beispiel des Josefspfennig. Hätte Joseph im Jahre Null einen Cent auf die imaginäre Bank von Jerusalem gelegt, bei fünf Prozent Zinsen, wären ihm nach 15 Jahren zwei Cent zugestanden, nach 29 Jahren vier, Im Jahr 2ooo hätten Josephs Nachkommen Anspruch auf 436 Milliarden Erdkugeln aus purem Gold ! – Dementsprechende groß wären die Schulden anderer. Das Beispiel verdeutlicht gut das die Welt auf Dauer nicht mit Exponentialen Wachstum des Zinseszinses mithalten kann!

Nun ist es auch so, dass wenn man als privater Sparer Geld an der Bank anlegt dieses Geld verzinst wird. Das Geld vermehrt sich quasi von selbst durch den Zinseffekt. Diese Funktionalität bedingt das sich Geld immer von den Armen zu den Reichen umschichtet. Der der sich Geld borgt, muss Zinsen zahlen die an die Bank und den Anleger weiter fließen.

Die Schulden des Staates Österreichs betragen am 09.07.2010 22:29: EUR 188.346.381.931. Diese Schulden wachsen stetig Sekunde um Sekunde, Minute um Minute durch den Zinseffekt und die Neuverschuldung um die Zinsen zu bezahlen. Von den Originalschulden ist ohnehin noch nichts abbezahlt. Dieses Geld schuldet der Staat privaten Institutionen, Banken, Menschen etc… . Für diese Schulden zahlt Österreich jährlich Zinsen im Wert von 7.922.400.200 Euro.

Es ist nicht einmal klar wem Österreich diese Unmenge an Geld schuldet! Oder wer diese Zinszahlung frei Haus jährlich bekommt. Klar ist das fast 8 Milliarden Euro in irgendwelche Taschen verschwinden. Jahr für Jahr für Jahr!!!

Man sieht also wo der Hund begraben liegt

Folgender Text wurde aus Wikipedia.org kopiert:
Unter Deflation(in welcher wir uns momentan befinden!!!) versteht man in der Volkswirtschaftslehre einen allgemeinen, signifikanten und anhaltenden Rückgang des Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen.

Zunächst gehen von einer Deflation die entgegengesetzten direkten Effekte aus wie von einer Inflation; Schuldner werden benachteiligt, da ihre über Kredite finanzierten Sachgüter an Wert verlieren, aber sie nach wie vor den gleichen anfangs festgesetzten monetären Wert begleichen müssen. Hingegen profitieren Besitzer von Geldvermögen von einer Deflation, da ihr Kapital nun – zinsbereinigt – einen höheren Wert hat als am Anfang der Periode. In der Folge kommt es vermehrt zu Insolvenzen von verschuldeten Unternehmen, mit negativen Auswirkungen auf deren Arbeitnehmer und Gläubiger.
Die Kaufkraft der Konsumenten steigt, was somit zunächst allen zugute kommt. Problematisch ist auch hier die Deflation, weil nicht alle Preise frei und damit anpassungsfähig sind. Bei einer konstanten Geldmenge würde sich die Produktivitätssteigerung direkt auf die Preise auswirken.

„Klassische Deflationen“ in Form von massivem Preisverfall über breite Güter- und Dienstleistungsangebote hinweg hatten früher, z. B. zur Zeit der Weltwirtschaftskrise um 1930, einmal eine starke Tendenz zu einer gewissen Dauerhaftigkeit. Litt ein Land einmal unter einer deflationären Phase, so war die Gefahr einer selbsterhaltenden bzw. sogar selbstverstärkenden Tendenz sehr groß: Sinkende Preise und Einkommen führten zu einer merklichen Kaufzurückhaltung der Konsumenten, da diese mit weiter sinkenden Preisen bzw. Einkommen rechnen. Die sinkende Nachfrage wiederum bewirkte eine niedrigere Auslastung der Produktionskapazitäten oder gar Insolvenzen und damit weiter sinkende Preise und Einkommen. Aufgrund der negativen Auswirkungen auf die Gläubiger, z. B. Banken, schränken diese ihre Kreditvergabe ein, was die Geldmenge vermindert und Wirtschaftswachstum erschwert. Diesen Kreislauf bezeichnet man im Allgemeinen als Deflationsspirale.

"Experten" denken anders!
Finanzerxperten meinen, dass dieses Szenario heutzutage nicht mehr Möglich ist. Ich glaube jedoch mehr der Geschichte und den Erfahrungen des Opas, als den sogenannten Experten. Wir wissen ja, das wir nichts wissen dürfen.

Liebe Grüße
Chris

Jahr Staatsschulden 4. Quartal in % des BIP
2009 EUR 184.105.000.000 66,5%
2008 EUR 176.544.000.000 62,6%
2007 EUR 161.033.000.000 59,5%
2006 EUR 159.450.000.000 62,2%
2005 EUR 155.753.000.000 63,9%
2004 EUR 150.729.000.000 64,8%
2003 EUR 146.300.000.000 65,5%
2002 EUR 145.434.000.000 66,5%
2001 EUR 142.598.000.000 67,1%
2000 EUR 138.040.000.000 66,5%
1995 EUR 119.207.000.000 68,3%
1990 EUR 76.518.000.000 56,1%
1980 EUR 27.002.000.000 35,4%

(Quelle:http://www.oenb.at)

Spanischer Bankensektor vor dem Kollaps

Die Stimmung steigt: Die Börse hält sich in ihrem Seitwärtstrend, der Euro stabilisiert sich, die Fußball-WM hat begonnen, endlich ist der Sommer da. Friede, Freude, Eierkuchen.

Leider passt das so gar nicht zu dem brodelnden Gift-Cocktail, der sich zurzeit hinter den Kulissen zusammenbraut. In Spanien kocht ein eine Krise, die sich gewaschen hat. Weiter unten werde ich genauer darauf eingehen.

Genau deswegen bin ich auf die iberische Halbinsel aufgebrochen - ich will mir die Lage im Immobilienmarkt mal genauer anschauen. Sie wollten in diesem Newsletter Hintergrund-Infos - ich werde Sie Ihnen liefern.

Spanien steht am Abgrund

Kaum haben sich die Anleger halbwegs an die Misere in der Eurozone gewöhnt, da legen unsere Politiker noch einmal nach: Die Euro-Staaten stellen sich bereits auf massive finanzielle Nothilfe für Spanien ein.

Wenn sich die Probleme im Bankensektor des Landes verschärfen, soll der iberische Staat nach Informationen der "Financial Times Deutschland" Kredite aus dem 750 Milliarden Euro schweren Rettungsschirm von Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds (IWF) erhalten.

Na wunderbar - wie viel Geld darf es denn sein?

Diese Aussage bestätigt die Vermutung, dass der spanische Bankensektor vor dem Kollaps steht. Wir hatten das Thema schon mal behandelt: Nach dem Beitritt zur Europäischen Union sanken die Zinsen in Spanien - denn starke Staaten wie Deutschland schienen ja für die Iberer zu bürgen. Auf einmal zündete die Immobilien-Spekulation in dem Land. Baugeld war günstig, überall schossen neue Wohnanlagen aus dem Boden. Selbst Menschen ohne Eigenkapital investierten kräftig.

Die Bauindustrie machte zeitweise ein Viertel der spanischen Wirtschaftskraft aus. Leider platzt gerade die Blase: Tausende Wohnungen stehen leer, zehntausende Besitzer können die Hypotheken nicht bezahlen. Die Banken sitzen auf faulen Krediten und Immobilien, die stark an Wert verloren haben.

Drohender iberischer Banken-Crash

Wegen der Bankeknrise wird der spanische Finanzmarkt gerade komplett umgekrempelt. Die Branchenriesen Caja Madrid und Bancaja wollen sich zusammenschließen, wie die spanische Tageszeitung "El País" berichtet. Mit der Fusion werde eine Finanzgruppe mit Aktiva in Höhe von rund 340 Milliarden Euro und damit die größte Sparkasse des Landes entstehen.

Neben den beiden größten Sparkassen sollen auch die kleineren Kassen Caja de Canarias, Caja Rioja, Caja de Ávila, Caja Segovia und die Caixa d'Estalvis Laietana zu der Finanzgruppe gehören. Dafür sollen 4,4 bis 4,5 Milliarden Euro aus dem Hilfsfonds der spanischen Zentralbank fließen.

Diese Nachricht aus dem Bankensektor hat es in sich: Die Zentralbank gibt also Geld für eine Megafusion. Offenbar platzen gerade die Bilanzen verschiedener kleinerer Kreditinstitute. Die Einschläge rücken näher - Spanien steuert offenbar auf eine veritable Bankenkrise, wenn nicht sogar auf eine Staatspleite zu.

Die Hilfe für die viertgrößte europäische Wirtschaft dürfte für den Rest Europas richtig teuer werden. Wer den Beteuerungen der Politiker und der Europäischen Zentralbank zuletzt nicht mehr so recht vertraute, wonach die ganzen Hilfsgelder irgendwann wieder aus dem Markt genommen werden, der wurde nun bestätigt.

Wie es zurzeit aussieht, wird Europa noch mehr Geld springen lassen.

Europa muss noch mehr zahlen

EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy befeuerte Spekulationen, dass die Rettung der europäischen Gemeinschaftswährung weit mehr kosten wird als bisher angesetzt. Man könne sich "natürlich auch vorstellen, über die 750 Milliarden Euro hinauszugehen", sagte der Belgier nach einem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

Die Nachrichten werden also immer besser.

Natürlich kann sich das der Herr Eurokrat vorstellen - in seiner Kunstwelt in Brüssel wird er sich einfach eine Inflationsangleichung für sein Beamten-Salär gönnen.
Wer soll das nur alles bezahlen? Ganz einfach: Sie und ich.

Ein anderer Brüsseler Apparatschik verpackt diese Neuigkeit in hübsche Worte: Die derzeitige Lage sei ein "Test für das Prinzip der europäischen Solidarität", sagte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso. Er warnte vor den "sozialen Konsequenzen" der durch die Finanzmarktkrise ausgelösten Rezession, die Ängste bei den Bürgern schüre.

Immerhin hatte der Politiker auch einen lichten Moment: Nach Ansicht von Barroso gibt es auf den Finanzmärkten keinen Angriff auf den Euro als Ganzes. Das stimmt, denn nach den Zahlen der EZB gibt es schätzungsweise 9000 Milliarden Euro auf der Welt. Davon hält alleine China fast eine Milliarde, der Großteil des Geldes verteilt sich im internationalen Handel.

Nur etwa 300 Milliarden Euro liegen im Finanzmarkt. Doch zurück zu Barroso: Bedroht seien der Schuldenhaushalt einzelner Staaten der Eurozone, nicht aber der Euro an sich, sagte er in Lissabon. Diesem Problem müsse mit "enormer Entschlossenheit" begegnet werden.

Die Mitgliedstaaten müssten sich besser organisieren. So, so. Glauben Sie daran, dass sich die Schuldenmacher zusammenreißen? Ich nicht.

Nur die EZB kauft Ramsch-Anleihen

Die Krise wird sich nicht durch Sparen lösen lassen: Sämtliche Südstaaten aus dem Club Mediterranée haben starke sozialistische Wurzeln und kampferprobte Gewerkschaften. Hier drohen Revolution und Bürgerkrieg, wenn der Staat den Gürtel enger schnallt. Also bleibt nur das Anwerfen der Druckerpresse.

Denn die EZB braucht Geld, um die bankrotten Staaten zu stützen. Die Notenbank kauft weiter Schrott-Anleihen aus Spanien und co., die sonst niemand haben will.
Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, hat die Käufe von Staatsanleihen verteidigt. Die Notenbank startete ihr Programm am Montag, den 10. Mai, nachdem Trichet nur vier Tage zuvor noch gesagt hatte, dass solch eine Option nicht diskutiert worden sei.

Bislang erwarb die EZB Staatspapiere im Wert von 40,4 Milliarden Euro. Das ist doch mal ein Wort. Man könnte das auch anders ausdrücken: Die EZB spielt die Bank für die taumelnden Schuldenstaaten, die sonst nirgendwo anders Kredit erhalten. Immerhin nimmt das Volumen stetig ab: Waren es in der ersten Woche noch 16,3 Milliarden Euro, so fiel der Wert zuletzt auf 4,9 Milliarden Euro.

Leider machte die EZB keine Angaben darüber, wo sie gerade kauft. Und deswegen halten sich die institutionellen Anleger zurück. Deshalb steigen auch die Renditen wieder: Für Italien und Spanien befinden sich die Renditeprämien bereits wieder auf Höhen wie vor dem EU-Rettungsgipfel, auf dem Hilfen im Umfang von 750 Milliarden Euro vereinbart worden waren.

In anderen Worten: Die Stützungskäufe haben bislang nicht viel gebracht.

Letztes Aufbäumen im Euro

Und was macht in dieser schweren Stunde der Euro? Er stabilisiert sich etwas und steigt minimal. Eigentlich ist dies angesichts der Spanien-Problematik sehr ungewöhnlich. Aus dem Markt berichten mir meine Quellen, es handele sich nur um Short-Eindeckungen. Diese könnten den Euro wieder bis auf 1,24 Dollar nach oben ziehen. Fundamental sieht es weiter düster aus, wie oben berichtet.

Alles in allem sieht der kleine Hupfer wie ein Dead Cat Bounce - so nennen zynische Forex-Trader das Aufschlagen einer Katze, die aus dem Hochhaus gefallen ist.
Das Fazit für uns: Wir legen uns im Euro short auf die Lauer. Und profitieren damit von den letzten Zuckungen, solange es das gescheiterte Projekt noch gibt.

Quelle:GeVestor Financial Publishing Group,Financial Times

Euro-Krise und kein Ende

Der Euro sackt immer weiter ab. Mit einem Wechselkurs zum Dollar von unter 1,19 rutschte der Euro heute auf den niedrigsten Stand seit vier Jahren.



Seit dem Beginn der Finanzprobleme in Griechenland hat die einstmals gefeierte europäische Gemeinschaftswährung in nur wenigen Monaten rund 20 Prozent an Wert verloren.

Dies ist für Aktienmärkte das Signal für einen Bärenmarkt. Bei Devisen bedeuten 20 Prozent Wertverlust jedoch noch sehr viel mehr. Da die meisten Rohstoffe in Dollar abgerechnet werden, hat sich für sehr viele Unternehmen der Einkauf deutlich verteuert. Andererseits profitiert der starke deutsche Export von dem schwachen Euro, denn so werden viele Endprodukte im Ausland konkurrenzfähiger.

Aber dennoch steht der Euro auf einem immer schwächeren Fundament. Die Risse werden immer größer und schon stellen immer mehr Experten in Frage, ob der Zusammenbruch überhaupt noch verhindert werden kann?

Ganz aktuell gibt es dazu eine Umfrage der britischen Zeitrung "Daily Telegraph", unter 25 Wirtschaftsexperten von der Insel. Das drastische Fazit: "Der Euro kämpft derzeit seinen Todeskampf." So erwarten zwölf der 25 Experten ein Ende der Geimeinschaftswähung in der jetzigen Form innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre. Eine Einschränkung gibt es dann aber doch noch: das gilt nur, wenn es nich zu radiklane Änderungen beim Euro kommt.

Imerhin glauben noch acht Experten an die Stabilitäöt des Euros, während sich fünf nicht festlegen wollten. Hätte man die glkeiche Umfrage vor nur einem Jahr durchfegührt, wäre das Ergebnis mit Sicherheit komplet anders ausgefallen. Und das gilt auch trotz der starekn Position der Euro-Skeptiker in Großbritannien.

Zur Verdeutlichung habe ich zwar keine Umfrage aus Großbritannien, aber aus Deutschland gefunden. Im Frühjahr 2008 sagten noch mehr als drei Viertel der Befragten "Ja", als Ihnen folgende Frage gestellt wurde: Wird der Euro langfristig eine erfolgreiche Währung sein? Hier hat sich das Meinungsbild in Deutschland und man kann sagen in ganz Europa in den vergangenen Monaten komplett gewandelt.

Für mich bleibt der Euro ein politisches Instrument, das wirtschaftlich von Anfang an zum Scheitern verurteilt war. Einige wenige anerkannte Experten wie der liberale Vordenker Lord Ralf Dahrendorf haben das schon frühzeitig (in diesem Fall 1995) erkannt: "Die Währungsunion ist ein großer Irrtum, ein abenteiuerliches, waghalsiges und verfehltes Ziel, das Europa nicht eint, sondern spaltet."

Wirtschaftskrise, was nun? Geld, warum? Oder, packen wir´s gemeinsam an!



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Die größten Schuldenmacher der Welt

In diesen Tagen bestimmt die Diskussion über die Staatsschulden die öffentliche Diskussion. Hier dienen immer wieder die europäischen Länder als mahnende Beispiele. In dieser Woche hatte ich Ihnen in dieser Hinsicht auch Italien vorgestellt. Dort liegt die Gesamtverschuldung im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung gemessen am Bruttoinlandsprodukts (BIP) bei 116 Prozent. Mit diesem extrem hohen Wert nimmt Italien in der Gemeinschaft der G7-Staaten den zweiten Platz hinter Japan ein. Dann folgen Frankreich mit knapp 80 Prozent und Deutschland mit 77 Prozent. Im Durchschnitt bringen es alle G7-Staaten auf eine Gesamtverschuldung von 94 Prozent.

Wie sieht es in diesem Bereich eigentlich bei den aufstrebenden Volkswirtschaften, den sogenannten Emerging Marktes aus? Die erste kurze Antwort lautet hier: Sehr viel besser. Als Maßstab dient hier der MSCI Emerging Market Index. Die 10 größten Länder in diesem Index bringe es im Durchschnitt nur auf eine Gesamtverschuldung von 37 Prozent. Bei der näheren Betrachtung gibt es sogar einige Länder mit sehr guten Zahlen. Dazu zählt beispielsweise Russland mit einem Wert von knapp sieben Prozent oder China mit 18,2 Prozent. Russland ist hier wegen der starken Rohstoff-Abhängigkeit sicherlich ein Sonderfall. China hingegen wächst sehr stark und baut Außenhandelsüberschüsse auf. Da ist es klar, dass eben eher Devisenreserven als Staatsschulden aufgebaut werden.

Und auch wenn Länder wie Indien oder China immer wichtiger werden, so gilt heute noch: die Musik hinsichtlich der Wirtschaft wird in den westlichen Industrieländern gespielt. Daher ist es auch sehr viel wichtiger, auf die Schuldenentwicklung der G7-Länder zu schauen. Diese Nationen stehen in den nächsten Jahren vor fast unlösbaren Aufgaben. Wie kann es gelingen bei einem sehr schwachen Wirtschaftswachstum und Zinsen nahe dem Null-Niveau gelingen, Schulden massiv abzubauen?

Mittlerweile sieht es so aus, als ob die Probleme in vielen Ländern immer mehr in die Zukunft verschoben werden. Kurzfristige Perspektiven und das Abwenden von Staatspleiten sind in den Vordergrund getreten. Hier muss es ein Umdenken geben, sonst stehen bald schon sehr viel größere und auch wirtschaftlich bedeutendere Länder als Griechenland vor dem Kollaps. Ich werde die Entwicklung in Spanien oder auch Italien in den nächsten Wochen ganz genau verfolgen, denn dort erwarte ich schon bald grundlegende Verschiebungen.

Charttechnische Analyse des Euro (Vergleich US-Dollar)

Euro/USD

Die Schuldenproblematik in Europa, ausgelöst durch die Griechenland-Krise, hat den Euro stark gedrückt.

Der Absturz hat fundamentale Gründe, dennoch ist ein Blick auf die Charttechnik sinnvoll. Denn auch für das Wechselkursverhältnis von Euro zu USD hat es in der Historie klare charttechnische Vorgaben gegeben, an die sich der Kurs gehalten hat.

Schauen wir dazu zunächst auf die jüngere Vergangenheit und nehmen dazu den 8-Monatschart unter die Lupe.
100 Euro in USD, 8-Monatschart

Abwärtstrend unterschritten

Der Euro hat zu Beginn Dezember 2009 mit seiner Abwärtsfahrt begonnen und einen etwa 5 Cent breiten Abwärtstrendkanal ausgebildet (roter Trendkanal). Die Unterstützungsmarke von 1,3250 USD hat dem Trend eine Weile Einhalt geboten (untere gestrichelte schwarze Horizontale), bis auch hier Anfang Mai ein scharfer Durchbruch nach unten erfolgte.

Diese schnelle Bewegung sorgte gar nach einem kurzen Stopp an der unteren Trendbegrenzung für den Durchbruch unterhalb des Abwärtstrendkanals.

Erst die Zone um 1,21 USD stoppte den freien Fall des Euro (untere blaue Linie).

Um jetzt das Potenzial unterhalb dieser Zone auszuloten, müssen wir auf einen längerfristigen Chart schauen, denn hier ist die kurze Betrachtung machtlos. Ein Blick auf den 3-Jahreschart gibt Aufschluss darüber:
100 Euro in USD, 3-Jahreschart

Längerfristiger Trend klar

Man erkennt deutlich den großen übergeordneten, flacheren Abwärtstrend (blaue Trendlinien), welcher sich seit 2008 ausgebildet hat. In 2 großen Wellen (rote Pfeile) hat sich die europäische Leitwährung innerhalb dieses Trendkanals bewegt. Jede dieser Wellen dauerte vom Tief zum Hoch und wieder zum Tief etwa 1,5 Jahre. Nun befinden wir uns kurz vor dem Ende dieses Zyklus.

Zyklus vor Stabilisierung, lässt aber noch 1,17 USD zu

Die zweite Welle steht kurz vor Ihrem Ende. Verlängert man den großen übergeordneten Abwärtstrend, so sind durchaus noch Kurse von etwa 1,17 USD für den Euro nach unten drin, bevor die Trendbegrenzung erreicht wird. Hier sollte dann eine Stabilisierung einsetzen und den Euro wieder in Richtung besserer Kurse schicken.

Fazit: Stabilisierung in Sicht, 1,17 USD aber noch möglich.
Eine eindeutige Tradingsituation ergibt sich nach einer Stabilisierung an der unteren Trendbegrenzung. Dann heißt es seit langem endlich mal wieder: Long Euro/USD!

Das Ende von "la Dolce Vita"?!

Nun ist auch in Italien die Zeit des süßen Lebens vorbei. Das südeuropäische Land verordnet sich ein hartes Sparprogramm, um der Schuldenfalle zu entgehen. Die Regierung Berlusconi hat in den vergangenen Wochen am Beispiel Griechenlands gesehen, wohin es führen kann, wenn man unter Druck auf externe Hilfe angewiesen ist. Diesen Schritt wollen die Italiener ganz klar umgehen.

Dazu dient ein drastisches Sparprogramm. Bis 2012 liegt das Sparvolumen bei 24 Mrd. Euro. Das Ziel ist dabei klar: das aktuelle Defizit von mehr als 5 Prozent soll wieder unter die erforderliche Marke von 3 Prozent gesenkt werden. Viel entscheidender ist in Italien jedoch die Gesamtverschuldung: Aktuell liegt die mit 116 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) so hoch wie in keinem anderen Land der Euro-Zone. Zudem ist Italien als Land für die Euro-Zone sehr viel entscheidender als Griechenland. Während es die Griechen nur auf einen Anteil von knapp 3 Prozent an der Wirtschaftsleistung der Eurozone bringen, sind es bei Italien immerhin 17,2%.

Daher sollten wir die Entwicklung in Italien weiterhin sehr sogfältig beobachten. Wie nicht anders zu erwarten, gab es sofort nach der Ankündigung des Sparpakets schon vielfältige Proteste. So hat der Gewerkschaftsverband CGIL direkt mit einem Generalstreik gedroht, denn Arbeitnehmer und Beamte würde durch die Maßnahmen zu stark belastet.

So sollen die Gehälter der Staatsbediensteten bis 2013 eingefroren werden. Noch stärker trifft es hohe Beamte, bei denen die Gehälter sogar um 10% gekürzt werden sollen. Das gilt auch für die italienischen Parlamentarier und die Unterstaatssekretäre. Den größten Anteil mit rund 10 Mrd. Euro sollen jedoch die Regionen und Gemeinden beitragen, doch von deren Seite gab es auch sofort heftige Ablehnung.

All dies erinnert doch stark an die ersten Reaktionen in Griechenland. Mittlerweile hat sich die Lage rund um die Akropolis wieder etwas beruhigt. Aber bei den als heißblütig und streikfreudigen bekannten Italienern können wir uns ebenfalls auf einen großen Widerstand bei den Sparmaßnahmen einstellen. Sie sehen: Griechenland ist nun wirklich kein Einzelfall innerhalb der EU und die Krise geht weiter.

Goldkurs bald bei ...? (Charttechnische Analyse)

Gold:

Gold ist wieder in aller Munde und wohl auch in vielen Depots. Die Gründe liegen klar auf der Hand: Gold ist eine Währung, die stabil ist.

Gold ist die Krisenwährung, auf die sich alle stürzen, wenn es irgendwo in der Welt kriselt. Demnach sind Kursbewegungen des glänzenden Edelmetalls auch durch derartige Bewegungen gesteuert.

Dennoch lässt ein Blick auf die Charttechnik deutlich werden, dass die Kursbewegungen auch in gewisser Weise von uralten Mustern geprägt sind, die mit Sicherheit Ihre Berechtigung finden.
Um den Kursverlauf näher zu untersuchen, betrachten wir zunächst den Chart der letzten 8 Monate.
8 Monats Chart-Feinunze US Dollar

Trend zeigt weiter nach oben

Nach dem Topp von Anfang Dezember 2009 mit etwa 1.220 USD pro Feinunze hat Gold eine 8-wöchige Konsolidierung mit einem Verlust von 160 USD abgeschlossen. Seit Anfang Februar hat sich ein neuer Aufwärtstrend etabliert (blauer Trendkanal).

Es gelang dem Goldpreis ein schnelles Heranlaufen an die 1.160 USD-Marke. Diese erwies sich in den zurückliegenden Monaten bereits mehrfach als Widerstand (schwarze gestrichelte Horizontale). Nach einem einwöchigen Rücksetzer um 25 USD gelang eine Woche später der Breakout nach oben. Die "Goldhausse" bleibt somit intakt.

Break des Trendkanals

Durch den Bruch des Trendkanals Anfang Mai konnte der Goldpreis schnell ein neues High markieren. Bis 1.250 USD lief der Preis in der Spitze, bevor eine Konsolidierung von etwa 80 USD eintrat. Aktuell läuft der Goldpreis entlang der oberen Trendbegrenzung.

Neuer steilerer Aufwärtstrend

Die Bewegung seit Ende März hat für den Goldpreis innerhalb des flacheren Trends eine neue steilere Aufwärtsbewegung etabliert (steile blaue Trendgerade). Sollte sich diese bestätigen und es macht auf mich den Eindruck, dann werden wir schon bald neue Highs im Goldkurs sehen (grüne Linie).

MACD hat noch viel Luft nach oben, Ziel 1.375 USD

Der "Moving Average Convergence Divergence" (rot-schwarze-Linien unterhalb des Charts), ein hervorragender Indikator für das Erkennen von Überkauften und Überverkauften Zuständen ist nach einer Phase von 4 Wochen mit aussagelosen "neutralen" Werten Ende März nach oben gedreht.

Er hat nach einem kurzen Seitwärtsverschnaufen mit aktuell 11,209 noch genügend Platz nach oben (grüne Pfeile), bevor hier überkaufte und überhitzte Zustände angezeigt werden, wie dies Anfang Dezember 2009 der Fall war (>40). Damals legte der Goldkurs binnen 5 Wochen um +200 USD zu. Das würde bedeuten, Gold hat noch Luft bis 1.375 USD!

Kann die längerfristige Betrachtung das Szenario stützen?

Dazu analysieren wir die Kurse der vergangenen 3 Jahre.
3 Jahres Chart-Feinunze US Dollar

Längerfristige Betrachtung stützt Szenario

Nach den Tiefstständen um die 700 USD/Feinunze im November des Crashjahres 2008 hat sich Gold nach einer Bodenformation auf den Weg zur 1.000 USD-Marke (rote Horizontale) gemacht. Hier schien erneut der Deckel drauf zu sein. Bereits mehrere Male scheiterte der Goldpreis an dieser magisch erscheinenden Grenze.

Im Oktober letzten Jahres gelang dann endlich im fünften Anlauf der Durchbruch. Die nachfolgende Übertreibung bis auf etwa 1.220 USD/Feinunze mündete in einer moderaten Konsolidierung.

Der übergeordnete Aufwärtstrend bestätigt 1.375 USD als Ziel

Im Chartbild ist deutlich zu erkennen, dass der Preis sich an den unteren Rand des übergeordneten Aufwärtstrendkanals seit November 2008 (blauer Trendkanal) angenähert hatte und diese Trendunterstützung bestätigt hat. Nach unten befindet sich bei 1.000 USD/Feinunze die Mega-Unterstützung (rote Horizontale).

Fazit: Gold scheint trotz starkem USD nach oben zu wollen! Ziel 1.375 USD!

Dem begehrten Edelmetall muss eine erstaunliche Stärke des Preises trotz anziehender USD-Wechselkurse attestiert werden. Denn in der Regel ist ein steigender USD schlecht für den Goldpreis. Warum? Ja, weil er in USD abgerechnet wird.

Die Charttechnik lässt in der kurzfristigen und auch längerfristigen Betrachtung 1.375 USD als Ziel zu. Auch der wichtige und oftmals bestätigte Indikator MACD stützt diese Prognose exzellent.

Also, bis 1.375 USD ist jetzt Platz, nach unten ist die Megaunterstützung von 1.000 USD nicht in Gefahr.

Als Absicherung für einen Euro-Zerfall bietet Gold die Premium-Alternative. Fundamentale Daten stützen das Szenario: Notenbanken waren jüngst wieder Nettokäufer, nicht Verkäufer. Die Goldproduktion ist niedriger als die Nachfrage und Analysten empfehlen Gold weiterhin als Krisenwährung Nr.1.

Bürgerkredite: Immer wollen die Banken mitverdienen

Das kennen Sie ja schon von mir. Zu meinem Frühstück gehört die Tageszeitung einfach dazu. Gestern Morgen stach mir direkt folgender Artikel ins Auge: "Leiht sich Aachen demnächst Geld von den Bürgern?"

Städte in Finanznöten

Während sich die große Politik gerade mehr oder weniger professionell mit der Rettung des Euros und der EU (Europäischen Union) beschäftigt, ist eine weitere Facette der aktuellen Finanzkrise fast völlig aus den breiten Medien verschwunden. Sehr vielen Städten und Kommunen geht es finanziell extrem schlecht.

Es gibt für diese prekäre Lage mehrere Gründe. (Auf diese an dieser Stelle einzugehen, würde allerdings den Rahmen dieses Beitrags sprengen.) Das Ergebnis spricht auf jeden Fall für sich: Aktuell gibt es immer mehr Städte und Kommunen, die nicht einmal mehr ihre notwendigsten Pflichten bezahlen können. Ein großer Posten in den Haushaltsbüchern ist die Belastung durch Kreditzinsen. Denn auch eine Stadt leiht sich Geld bei den Sparkassen und Banken.

Städte bislang gern gesehene Schuldner

Die Kreditbeschaffung an sich war bis jetzt für die Städte kein Problem. Bislang gingen die Banken davon aus, dass die Pleite einer Stadt ausgeschlossen sei, weil in diesem Falle dann das Land und später der Bund einschreiten würden.

Kredite wurden also recht großzügig und zu relativ geringen Zinsen vergeben. Aber auch relativ geringe Zinsen führen bei einer hohen Verschuldung zu einer erheblichen Belastung der Stadtkassen.

Bürgerkredit senkt Zinsbelastung der Städte

Die Lösung dieses Problems lag auf der Hand. Anstatt sich das Geld von den Banken zu leihen, kann es sich die Stadt auch direkt vom Bürger leihen. Dabei handelt es sich nicht nur um reine Gedankenspiele - tatsächlich gibt es schon erste Erfolgsmeldungen.

So konnte die Stadt Willich in Nordrhein-Westfalen durch Bürgerkredite bereits einen neuen Kindergarten für 1,6 Millionen Euro bauen.

Der Bürger kassiert gute Zinsen

Die Bürger, die der Stadt Willich für den Bau des Kindergartens Geld geliehen haben, erhalten dafür 4% Zinsen pro Jahr ausgezahlt. In der aktuellen Niedrigzinsphase ist das ein durchaus verlockendes Angebot. Gleichzeitig spart die Stadt einen Teil der Zinsbelastung ein, denn der Kredit über eine Bank hätte klar mehr als 4% Zinsen gekostet.

BaFin schreitet ein: Ohne Bank läuft nichts

Bis auf die mögliche, aktuell aber noch recht unwahrscheinliche Pleite einer Stadt, ist das System des Bürgerkredits eine Win-Win-Situation (beide Seiten profitieren): Die Städte sparen Kreditkosten und der Bürger, der den Kredit gibt, erhält eine attraktive Verzinsung seines Kapitals.

Aber jetzt kommt plötzlich wieder eine dritte Partei ins Spiel: So untersagte die BaFin, Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, im Oktober 2009 der Stadt Quickborn die Aufnahme eines Bürgerkredits, "weil in dem Bürgerdarlehen ein Bankgeschäft (stecke), das von Kommunen generell nicht getätigt werden dürfe."

Die Banken kassieren jetzt wieder mit

Jetzt müssen die Städte immer eine Bank zwischenschalten. Die Banken tragen keinerlei Risiko - das tragen die Bürger, die den Kredit geben. Aber dafür erhält die Bank eine Gebühr. Also auch noch ein bezahltes risikoloses Geschäft, das den Kredit natürlich wieder teurer macht.

Durch die Zwischenschaltung der Banken wird der Bürgerkredit natürlich wieder deutlich unattraktiver und wahrscheinlich wird auf Dauer auch dieses interessante Modell der direkten Bürgerbeteiligung über kurz oder lang wieder verschwinden.

Ich finde es schon verblüffend, dass die BaFin in einer Finanzmarktkrise, wie wir sie derzeit durchleben, auch noch die Zeit findet, Finanzierungsmodelle zu torpedieren, an denen die Banken ausnahmsweise einmal nichts verdienen würden. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Ein bedenklicher Leserbrief an Hartgeld.com

Neu 2010-05-15:

[19:30] Leserzuschrift - DVD-Angebot in DM auf 3sat:

heute nachmittag in der Sendung "quer" (3sat):
Eine minutenlange Einstellung einer DVD die zum Kauf angepriesen wurde für "20.01 DM" !!!
Darunter der Vermerk: "Zahlung in Euro unerwünscht" !!!

Leider weiß ich nicht mehr genau worum es bei dem Angebot ging, und hatte auch LEIDER KEINE Kamera parat um das festzuhalten
Die Sendung war eine Wiederholung vom 6. Mai - wer hat das evtl. noch gesehen ? KEIN "Fake" !!!

Ein bedenklicher Brief von einen Schweizer Kollegen und Freund

Von meinen Eindrücken in der Stadt HN wollte ich Euch noch Folgendes berichten:

Um 17.00 Uhr kam ich bei meiner Bank an und tatsächlich – da parkte auf dem Bürgersteig vor der Einfahrt in die tiefer gelegene Bankgarage ein blauer Transporter. Bewaffnete Männer standen seitlich daneben und ich hörte beim Vorbeilaufen, wie einer die zwei anderen anwies, doch besser in die Garage zu fahren.

In der Bank machten sich drei bullige Männer mit roten T-shirts an vier hohen Geräten zu schaffen, die wie riesige Eisschränke aussahen und so garnicht zu diesem Ambiente passte. Vielleicht gibt es eine Erklärung, denn ein großer Teil der Schalterhalle war bestuhlt.

Die Bankangestellte, bei der ich ein paar Euro in SF eintauschen wollte, sagte bedeutungsvoll, dass sich wohl die halbe Stadt heut "in der Schweiz" treffen wollte. Sie habe keine kleinen Scheine und keine einzige Münze mehr und machte ein neues Bündel mit größeren SF Geldnoten auf. Sie bemerkte noch:" Wohl dem, der Gold hat. Der sollte es jetzt nicht verkaufen."

Beim Einkaufen beobachtete ich einige Kunden (meist zu zweit) mit hoch vollen Wägen --und -- stapelweise Toilettenpapier! Ein Teil der Kunden schien nichts zu wissen, ein anderer Teil gutgekleideter Kunden kaufte eindeutig Vorräte, darunter auch z.B. eine Menge Tierfutter oder paketeweise Hygieneartikel. Diese verschwanden in den Kofferräumen von teuren Autos, meist Audis. Auf dem Einkaufszettel vom Handelshof stand rechts nach den Preisangaben anstelle der Währungsangabe heute lediglich Buchstaben (A, B).

Ackermann zweifelt an Griechenlands Zahlungsfähigkeit

Der Volksmund sagt zwar, dass beim Geld die Freundschaft aufhört, aber das gilt nicht für die EU. So haben wir ja jetzt den Weg für die erste Hilfe an Griechenland mit einem deutschen Anteil von mehr als 22 Mrd. Euro freigegeben. Doch denken wir doch einfach mal etwas weiter. Teuer für uns deutsche Steuerzahler wird es ja nur, wenn die Griechen die Hilfen nicht zurückzahlen.

Aktuell geht es erst einmal darum, die akute Insolvenzgefahr Griechenlands abzuwenden. Aber die Gedanken an die Zukunft sind nicht unwichtig. Hier kommt nun Josef Ackermann, der Vorstandschef der Deutschen Bank, ins Spiel. In einem aktuellen Fernseh-Interview sagte Ackermann, dass er "bezweifle, dass das Land die Kraft dazu hat, die volle Summe der Hilfen auch wirklich zurückzuzahlen." Dennoch hat aktuell Europa keine andere Wahl. "Griechenland darf nicht fallen, denn dies würde auf andere Euro-Staaten übergreifen und das könnte zu einer Art Kernschmelze führen", so Ackermann weiter.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ordnete die aktuelle Krise in den historischen Zusammenhang. Ihrer Einschätzung nach "stellt die aktuelle Euro-Krise die größte Bewährungsprobe für die EU seit dem Zusammenbruch des Kommunismus dar". Und diese Bewährungsprobe ist laut Merkel so existenziell, dass sie bestanden werden muss. Die Konsequenz lautet: "Scheitert der Euro, dann scheitert Europa, dann scheitert die europäische Einigung."

Immerhin kann man den Verantwortlichen in Wirtschaft und Politik aktuell nicht vorwerfen, dass sie den Ernst der Lage nicht erkannt haben. Die Frage bleibt aber dennoch, ob das ausreicht, um den Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen. Die Rechnung ist ganz einfach: wenn immer mehr Euro-Länder in Zahlungsschwierigkeiten geraten, wird der Kreis der Helfer immer kleiner. Da wir in Europa noch sehr gut dastehen, können Sie sicher sein, dass wir noch sehr lange zu den großen Zahlern gehören werden. Am Ende kippt das Euro-System und auch wir können die Schulden nicht mehr bezahlen. Doch davon spricht bislang noch keiner.

Finden Sie das alles noch normal?

In der Nacht von Sonntag zu Montag legte die Europäische Union (EU) in Kooperation mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) ein gigantisches, 750-Mrd. Euro schweres, Rettungspaket für den Euro auf. Dies ist die Bilanz 4 Tage später (in Klammern jeweils der Schlusskurs vom letzten Freitag, also vor Auflage des Rettungspakets):

Euro/USD aktuell: 1,2440 (1,2728) -2,3%

Gold in USD je Feinunze: 1.240 (1.202) +3,2%

Gold in Euro je Feinunze: 990 (949) +4,3%

DAX: 6.214 (5.715) +8,7%

MDAX: 8.460 (7.636) +10,8%

Euro STOXX50: 2.764 (2.500) +10,6%

Dow Jones Industrial Average: 10.782 (10.380) +3,9%

VDAX: 19,82 (33,35)

VIX (US-Volatilitätsindex): 24,93 (38,44)

Also alles wieder "in Butter"?

Die Politik hat ihr Ziel verfehlt

Wohl kaum. Das eigentliche Ziel der Politik, den Euro zu stabilisieren, ist vollkommen missglückt: Gerade einmal bis 10 Uhr und 1,3095 währte am vergangenen Montag die "Euro-Freude" über das Rettungspaket. Seither befindet er sich schon wieder im Rückwärtsgang. Heute Vormittag ist der Euro gegenüber dem USD auf ein neues Tief gefallen. Während ich diese Zeilen schreibe, markiert der Euro mit 1,2440 ein neues Tief in der seit Dezember anhaltenden Talfahrt (bisheriges Tief: 1,2517 am 6. Mai).

Schauen wir auf weitere Anlageklassen: Der Goldpreis in USD je Feinunze kletterte nur 1 Tag später, am Dienstag, auf ein neues historisches Hoch und notiert mittlerweile rund 28 USD darüber.

Für Euro-Anleger waren Gold-Investments noch profitabler: Der Goldpreis in Euro je Feinunze schwingt sich ohnehin schon seit Wochen von einem historischen Hoch zum nächsten auf.

Und die Aktien? Die Zuwächse an der Wallstreet mit durchschnittlich +4,0% bis +5,0% kann man im Vergleich zu den in Europa erzielten Gewinnen von +9,0% bis +11,0% noch als vergleichsweise moderat bezeichnen.

Die Volatilität im DAX, vor Wochenfrist noch auf Crash-Kurs, hat sich binnen 4 Tagen wieder nahezu halbiert. In den USA hat sich die Volatilität auch wieder zurückgebildet, allerdings nicht ganz so heftig. Und sie bewegt sich noch immer in der Crash-Zone.

Irrationale Bewegungen! . . .

Finden Sie das alles noch normal?

Fassen wir noch einmal zusammen: Ein Euro-Rettungspaket, das nur die Aktienkurse stabilisiert, aber nicht sein eigentliches Ziel, den Euro. Ein Goldpreis, der TROTZ Rettungspaket auf neue historische Hochs klettert. Eine Volatilität, die sich innerhalb von 2 Wochen erst knapp verdoppelt und sich anschließend innerhalb von 4 Tagen wieder fast halbiert. Und Aktienkurse, die innerhalb von 2 Wochen nahezu sämtliche in zuvor 2 Monaten aufgebauten Gewinne abgeben, um diese dann innerhalb von nur 4 (!) Tagen praktisch wieder aufzuholen.

Sagen Sie mir bitte, dass das alles völlig normal ist!

Die Rolle der Banken

Ich ahne mittlerweile, wer hinter all diesen, zum Großteil, völlig irrationalen Bewegungen steht: Es sind die Handlanger der Notenbanken, die Banken, die üblichen Verdächtigen.

Vor 2 Tagen bestätigte die Bank of America (BoA) eine einzigartige Erfolgsbilanz, die zuvor schon die US-Investmentbanken J.P. Morgan Chase und Goldman Sachs gemeldet hatten: Im ganzen 1. Quartal hatten diese 3 Bank-Giganten nicht einen einzigen Tag mit einem Nettoverlust im Eigenhandel! Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen!

Bleiben wir einmal bei der BoA: Für das 1. Quartal meldete die Bank einen Nettogewinn von 3,2 Mrd. USD. Das entspricht exakt dem, was die BoA mit dem Trading (Global Banking & Markets) verdient hat. Das eigentliche Bankgeschäft war hingegen ein Nullsummenspiel: Das im Hypothekengeschäft eingefahrene Minus von -2,07 Mrd. USD wurde mit viel Mühe durch Gewinne in den anderen Banksparten ausgeglichen.

Anders ausgedrückt: Ohne ihren Eigenhandel hätte die BoA im 1. Quartal KEIN GELD VERDIENT!

US-Banken verdienen wieder fast so gut wie vor der Finanzkrise

Das wirklich Perverse daran ist jedoch, dass sich die US-Banken bei ihrer Notenbank, dank eines Leitzinses von 0% bis 0,5% quasi kostenlos Geld leihen kann, um damit auf's Wildeste zu spekulieren. Noch infamer wird es, wenn ich Ihnen sage, dass dieselben Investmentbanken, die noch vor 2 Jahren mit Steuergeldern vor dem sicheren Bankrott gerettet werden mussten, inzwischen bereits wieder 28% des von allen US-Unternehmen insgesamt erzielten Gewinns beisteuern.

In der letzten Phase des "billigen Geldes" lag dieser Gewinnanteil in der Spitze bei 34%. Ich darf daran erinnern, dass genau diese Banken seinerzeit durch ihre völlig abgehobene Zockerei hauptverantwortlich für die Finanzkrise waren, in die wir geschlittert sind. Und ich darf daran erinnern, dass diese Banken, die vor 2 Jahren schon "too big to fail" waren (zu groß, um sie fallen zu lassen), inzwischen noch größer geworden sind: J.P. Morgan hat Bear Stearns und Washington Mutual übernommen, BoA hat sich Merrill Lynch und Countrywide Financial einverleibt, Wells Fargo übernahm Wachovia usw.

Das ist doch alles nicht mehr normal. . .

Finden Sie das alles noch normal? Wenn die wahren Verursacher der Krise jetzt von den Folgen dieser Krise profitieren wie kein anderes Unternehmen? Wenn diese Banken ihre Gewinne nicht mehr mit dem verdienen, was eigentlich ihr Zweck ist, nämlich dem Bankgeschäft, also der Hereinnahme von Spareinlagen und der Herausgabe von Krediten?

Insbesondere die Aktien- und Anleihemärkte bewegen sich seit gut 1 Jahr in einer zumeist völlig irrationalen Art und Weise - woran das wohl liegen mag?

Die bittere Realität

******** Die dunklen Strippenzieher in den großen Banken haben wieder angefangen, das alte Spiel zu spielen. Sie verpacken wieder die faulen Kredite in saubere AAA-Geldanlagen und verteilen sie wie Landminen über die ganze Welt...

******** Die Europa-Fanatiker, die unser aller Geld zum Euro gemacht haben, schweißen unser Schicksal an Pleite-Staaten – wie Griechenland, das gerade damit beginnt, uns alle in die Tiefe zu reißen...

******** Die Politiker, sie führen ihr trauriges Schauspiel wieder vor: Sie beten herunter, dass Crash und Krise überstanden seien. Locken mit Steuervergünstigungen. Locken mit ihrem Lächeln. Und wollen, dass Sie Ihr Geld brav auf der Bank lassen – da, wo es dem Untergang geweiht ist. Da, wo es sich in Rauch auflöst. Da wo Sie alles verlieren...

Ja, das ist sie – die bittere Realität Anfang 2010:

Das Finanzsystem ist so marode wie vor dem großen Crash... todbringende faule Finanzprodukte vergiften den Patienten... die Politiker pumpen Billionen um Billionen in die kranke Weltwirtschaft, bis die große Blase explodiert... die ersten Euro-Staaten stehen vor dem finanziellen Total-Kollaps, und wir sind mit Handschellen an sie gekettet...


Die dunklen Strippenzieher verteilen wieder faule Kredite über die Welt wie Landminen. Wann explodiert eine Mine in Ihrer Bank?

Es ist unfassbar. Aber es ist wahr:

Die gleichen Leute, die mit ihren faulen Krediten den großen Crash 2008 ausgelöst haben, sind wieder am Werk. In den Hinterzimmern der großen Banken werden sie wieder geschmiedet:

Die „sauberen Geldanlagen“ mit dem AAA-Rating, dem Gütesiegel für sichere Anlagen.

Unter dem gruseligen Namen „Resecuritization of Real Estate Mortgage Investement Conduit“ – kurz: Re-Remics – werden alte, hochgiftige Wertpapiere zusammengefasst und als lukrative und sichere Anlage auf den Markt geworfen. Das funktioniert einfach ausgedrückt so:

Die alten, faulen Kredite werden aufgespalten, mit anderen vermischt und als neue Anleihen wieder auf den Markt gebracht. Käufer dafür gibt es genügend: risikobereite Fonds zum Beispiel...

Bereits jetzt kreisen wieder toxische Anleihen im Volumen von mindestens 30 Milliarden Dollar wie Landminen durch das Finanzsystem, möglicherweise im Volumen von 90 Milliarden Dollar...

Stolpert nur eine davon, beginnen die Dominosteine wieder zu fallen...



Merkel, Obama & Co. inverstieren Millionen, Milliarden, Billionen...

... in den nächsten Crash!


Das ist die nüchterne Realität: In ihrer ganzen Hilfslosigkeit fällt unseren Politikern nichts anderes ein, als immer mehr Geld zu leihen und den Staat aberwitzig zu verschulden. Angebliches Ziel:

Um den Preisverfall, die Deflation und die Lähmung der Wirtschaft zu stoppen, soll frisches und billiges Geld in den Kreislauf gepumpt werden, damit die Unternehmen wieder investieren und Geld verdienen...

Ein fataler Fehler!

Wozu sollte ein Maschinenbau-Unternehmen investieren, wenn es keine Aufträge mehr gibt?

Denn die Wahrheit ist: Die Gesamtproduktion der deutschen Wirtschaft ist im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,8 % gesunken. Das heißt:

Die Wirtschaft befindet sich weiter in einer Abwärtsspirale. Aktuell liegen die Großhandelspreise erneut 3,2 % unter dem Niveau des Vorjahres. Das heißt: Die Deflation ist immer noch da. Die Wirtschaft ist gelähmt! Unverändert verlieren 300.000 Amerikaner ihren Job – jeden einzelnen Monat.

Was passiert also mit den ganzen Rettungsbilliarden?

Die Antwort lässt mir das Blut gefrieren:

Das Geld fließt in die neuen Spekulationsblasen. Banken und Unternehmen horten das billige Geld und geben es für Spekulationsblasen aus – weltweit.

USA: Die Zahl der Arbeitslosen steigt

Fast die Hälfte sind Langzeitarbeitslose, 40 Millionen Menschen beziehen schon Lebensmittelmarken

Wenn man nach den Zahlen des US-Arbeitsministeriums geht, sieht die Lage im ersten Blick gut aus, die Wirtschaft scheint weiter zu wachsen. Immerhin sind im letzten Monat 290.000 Arbeitsplätze geschaffen worden, so viel wie seit 4 Jahren nicht mehr. Gleichzeitig aber ist die Arbeitslosenquote von 9,7 Prozent auf 9,9 gestiegen. 15,3 Millionen Menschen sind danach arbeitslos gemeldet.

Abgesehen von dem scheinbaren Paradox, dass die Arbeitslosenquote steigt, obgleich mehr Menschen Arbeit gefunden hat, ist auf jeden Fall bedenklich, die Langzeitarbeitslosen, die mehr als 27 Wochen keine Arbeit gefunden haben, weiter auf jetzt 45,9 Prozent oder 6,7 Millionen angestiegen sind. Weiter steigt auch die Zahl derjenigen an, die gerne einen Vollzeitjob hätten, aber nur einen Teilzeitjob haben. Das sind immerhin 9,2 Millionen Menschen. 1,2 Millionen Menschen haben aufgehört, nach Arbeit zu suchen, über 450.000 mehr als noch vor einem Jahr. Nach einer Studie von Wissenschaftlern der Rutgers University sind von denjenigen, die im August 2009 arbeitslos waren, 67 Prozent im März 2010 weiterhin arbeitslos gewesen, 21 Prozent haben einen Job gefunden, 12 Prozent haben die Suche nach Arbeit aufgegeben. Aufgegeben haben vor allem die jüngeren Menschen.

Warum aber ist die Arbeitslosenquote gestiegen? Mehr als 800.000 Menschen haben sich wieder als arbeitslos gemeldet, suchen also nach Arbeit. Das hat damit zu tun, dass ihnen das Geld ausgeht. In den meisten Bundesstaaten wurde, um nach der Devise von Westerwelle keinen "anstrengungslosen Wohlstand" zu ermöglichen, nach 26 Monaten kein Arbeitslosengeld mehr gezahlt. Die Obama-Regierung hatte aber angesichts der wachsenden Arbeitslosenzahlen in der Wirtschaftskrise eine Erhöhung durchgesetzt. 27 Bundesstaaten zahlen nun bis maximal 99 Wochen, also nicht ganz 2 Jahre Arbeitslosengeld. Diese Ausnahmeregelung betrifft allerdings nur diejenigen, die 2009 und 2010 arbeitslos geworden sind. Mit der wachsenden Zahl der Langzeitarbeitslosen, verlieren nun mehr und mehr Menschen die Unterstützung, da trotz leichtem Wirtschaftswachstums einfach nicht genügend Jobs vorhanden sind. Die Langzeitarbeitslosen fordern, dass sie noch länger Stütze bekommen müssen.

Fällt die Arbeitslosenhilfe aus, gibt es nur noch Lebensmittelmarken im Rahmen des Supplemental Nutrition Assistance Program (SNAP). Fast 40 Millionen Amerikaner hatten im Februar Lebensmittelmarken beantragt, 260.000 mehr als im Januar (Immer mehr Menschen, die nicht genug zu essen haben). Dazu kommt, so das Food Research and Action Center, dass viele die Unterstützung gar nicht in Anspruch nehmen. Ein Drittel der Berechtigten erhält sie nicht. Das für das Programm zuständige Landwirtschaftsministerium geht davon aus, dass in diesem Jahr 40,5 Millionen, 2011 43,3 Millionen Menschen die Hilfe in Anspruch nehmen werden.

(Quelle: mcclatchydc, joblessunit, Reuters)